Grußwort aus München

Liebe Kolleg*innen in Dresden,

wir schicken euch solidarische Grüße aus München!Wie ihr heute, waren wir selbst vor wenigen Wochen mit 1000 Kolleg*innen auf der Straße. Denn nicht nur bei euch in Dresden, auch bei uns in München und in so vielen anderen Kommunen sollen wiedermal Einsparnisse im Sozialen die Krisen einer verfehlten Politik auƯangen. Dabei wissen wir: Wer am Sozialen spart, investiert nur noch mehr in die Krise!

Liebe Kolleg*innen – ihr kennt vielleicht das Bild vom Frosch im Kochtopf: Der Frosch wird erst ins kalte Wasser gesetzt. Langsam wird das Wasser erhitzt. Der Frosch bemerkt die Gefahr der langsamen Erwärmung nicht rechtzeitig, bis er schließlich im heißen Wasser kocht.

Genau so werden uns gerade scheibchenweise Ressourcen entzogen – angefangen bei den sogenannten freiwilligen Leistungen, die beispielsweise die so wichtigen niedrigschwellige präventive Angebote umfassen; angefangen bei Reduzierung unserer Wochenstunden, um Tariferhöhungen auszahlen zu können, und Einstellungsstopps; angefangen beim Streichen von Fortbildungen und Stopfen von Personallöchern mit Ehrenamtlichen und Hilfskräften; Und das alles während Anforderungen an uns und Aufgabenfülle steigen!

Und nicht nur die Situation im sozialen Bereich heizt sich auf – auch in der Kultur, beim ÖPNV, bei Krankenhäusern usw. wird der Rotstift angesetzt. Es triƯt eben nicht nur die sogenannten „Schwächsten unserer Gesellschaft“ – es triƯt UNS, den Großteil der Menschen in unseren Städten.

Kolleg*innen – wir sind keine Frösche!

Wir bemerken die direkten negative Auswirkungen auf unsere Lebensqualität.

Wir bemerken, dass wir immer mehr soziale Schieflagen mit immer weniger Ressourcen ausgleichen sollen.

Wir bemerken den umfassenden AngriƯ auf die soziale Infrastruktur – auch auf Bundes- und Landesebene.

Und: Wir machen das nicht mit!

Wir sind solidarisch. Wir setzen uns ein für gute Arbeitsbedingungen bei uns und unseren Kolleg*innen. Wir machen nicht mit bei der Verwaltung vom Mangel. Wir sagen nein, zu jeglichen Sparmaßnahmen in der öƯentlichen Daseinsvorsorge, während die Regierung anderswo Milliarden verpulvert.

Wir lassen uns die Kürzungen nicht so einfach gefallen!Wir werden weiter Druck aufbauen: Nicht nur ihr in Dresden – auch wir hier bei uns in München. Wir wünschen euch eine kämpferische Demo und wir sehen uns auf der Straße!

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